23. Mai: Historische Beschilderung digital erweitert!

Mit freundlicher Erlaubnis des Hanauer Anzeiger, 1. Juni 2018
Mit freundlicher Erlaubnis des Hanauer Anzeiger, 1. Juni 2018

18. Mai: Stolpersteine für Familie Lichtenstein

Mit freundlicher Erlaubnis des Hanauer Anzeiger, 23. Mai 2018
Mit freundlicher Erlaubnis des Hanauer Anzeiger, 23. Mai 2018

Am 18. Mai um 17 Uhr findet nun schon zum dritten Mal seit 2015 die Verlegung von Stolpersteinen in Hammersbach statt: In Marköbel wurden 2015 sechs Stolpersteine für eine jüdische Familie verlegt. 2016 wurden weitere zwölf Stolpersteine für vier jüdische Familien in Marköbel und Langen-Bergheim in das Straßenpflaster vor ihren ehemaligen Wohnhäusern gelegt. 

 

Diesmal sollen elf Stolpersteine für die Familie Lichtenstein in der Rüdigheimerstraße 3 in Marköbel gelegt werden. Dort hat diese große Familie bis in die 1930er Jahre gelebt hat, bevor sie vertrieben oder ermordet wurde. 

 

Erinnern heißt Handeln: Der Verein für Kultur und Heimatgeschichte Hammersbach will mit der Stolperstein-Verlegung ein Zeichen der Verantwortung für unsere Geschichte setzen und lädt ein, sich daran zu beteiligen. Unser Spendenkonto bei der VR Bank Main-Kinzig-Büdingen eG: IBAN DE91 5066 1639 0102 1176 06 Stichwort „Stolpersteine“. 

 

Der Künstler Gunter Demnig erinnert an die Opfer der NS-Zeit, indem er vor ihrem letzten selbstgewählten Wohnort Gedenktafeln aus Messing ins Trottoir einlässt. Inzwischen liegen STOLPERSTEINE in 1099 Orten Deutschlands und in zwanzig Ländern Europas.  'Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist', zitiert Gunter Demnig den Talmud. Mit den Steinen vor den Häusern wird die Erinnerung an die Menschen lebendig, die einst hier wohnten. Auf den Steinen steht geschrieben: HIER WOHNTE ... Ein Stein. Ein Name. Ein Mensch. Für 120 Euro kann jeder eine Patenschaft für die Herstellung und Verlegung eines STOLPERSTEINS übernehmen.  


27. April 2018: Mitgliederversammlung 2018

Die Mitgliederversammlung des Vereins für Kultur und Heimatgeschichte wurde mit einem Vortrag zu einer Auswahl wichtiger Jahrestage im 2018 eröffnet.

Der Verein hatte den Nidderauer Historiker Erhard Bus eingeladen.

 

Vorsitzender Hartmut Schneider und Kassierer Helge-Willi Nink berichteten über die Aktivitäten des zurückliegenden Jahres.

Sie erinnerten an die Verlegung von Stolpersteinen in Langen-Bergheim und Marköbel. Am 18. Mai 2018 wird das Gedenken in der Ringstraße in Marköbel fortgesetzt und elf Stolpersteine für Familie Lichtenstein gelegt.


Neben den traditionellen Veranstaltungen wie dem Kräppelkaffee und der Sonnwendfeier, die in diesem Jahr zum zehnten Mal zusammen mit den Feuerwehrvereinen stattfinden wird, hat im vergangenen Jahr die inhaltliche Erweiterung der Homepage Zeit und Energie gebunden. Mittlerweile sind alle Hammersbacher Ortsteil-Chroniken auf der Homepage zu finden. In einem virtuellen Rundgang können sich Homepage-Besucher über die historischen Gebäude informieren und finden Wissenswertes zur Geschichte. Das wird künftig auch über QR-Codes möglich sein. Die Umsetzung der Codes zur Ergänzung der Beschilderung der historischen Gebäude hat mit der Spende aus dem Fonds des Verwaltungsrates der Sparkasse Hanau  (siehe untenstehenden Bericht) einen großen Schub bekommen.

 

In diesem Jahr stand die Neuwahl des Vorstandes an.

Gewählt wurden:
Hartmut Schneider zum Vorsitzenden, Christoph Neizert zum stellvertretenden Vorsitzenden, Timo Polzer zum Kassierer, Edeltraud Marx zur Archivwartin und Celina Dreis und Felicitas Stenner zu Beisitzerinnen.

 

Die scheidenden Vorstandsmitglieder Lieselotte Höfler und Helge-Willi Nink wurden bedankt und verabschiedet.


Landrat Thorsten Stolz unterstützt Projekt des Vereins für Kultur und Heimatgeschichte in Hammersbach

1.000 Euro für den virtuellen Rundgang durch Hammersbach, v.l.: Michael Göllner, Thorsten Stolz und Hartmut Schneider
1.000 Euro für den virtuellen Rundgang durch Hammersbach, v.l.: Michael Göllner, Thorsten Stolz und Hartmut Schneider

„Die Arbeit des Vereins für Kultur und Heimatgeschichte in Hammersbach unterstützen wir sehr gerne. insbesondere das Projekt historisch bedeutende Gebäude in der Gemeinde mit einem QR-Code zu versehen“, sagte Landrat Thorsten Stolz während eines Treffens im Rathaus der Gemeinde Hammersbach mit Bürgermeister Michael Göllner und dem Vorsitzenden des Vereins für Kultur und Heimatgeschichte, Hartmut Schneider, anlässlich einer Spendenübergabe der Sparkasse Hanau.

Heimatpflege und Geschichtsforschung tragen dazu bei, Brücken zu schlagen aus der Vergangenheit in die Gegenwart bis in die Zukunft. Die Pflege des Kulturgutes verbindet Generationen. Dabei ist es wichtig, die nachfolgenden Generationen für Geschichte zu interessieren.
„Verknüpft mit der modernen Technik werden auf diese Weise viele Bürgerinnen und Bürger angesprochen und die Neugier auf die regionale Geschichte geweckt“, zeigte sich der Landrat begeistert von diesem Projekt.

An vielen historischen Stätten und Gebäuden in den Hammersbacher Ortsteilen sind Hinweistafeln angebracht, die einen ersten Überblick über den jeweiligen Ort und seine Geschichte vermitteln.

Zukünftig werden diese Schilder mit einem entsprechenden QR-Code versehen, der über das Smartphone eingescannt wird und auf die Internetseite des Vereins führt, hier stehen dann vertiefende Informationen und Bilder zur Verfügung.

„Nach und nach wird so ein virtueller Rundgang mit Text, Bild und Ton entstehen“, kündigt Hartmut Schneider an. Für die technische Umsetzung wird die Spende in Höhe von 1.000 Euro, die Thorsten Stolz übergab, verwendet. Bürgermeister Michael Göllner hatte den Kontakt zwischen Landrat Thorsten Stolz und dem Hammersbacher Verein hergestellt.

Das Geld stammt aus dem Fonds des Verwaltungsrates der Sparkasse Hanau. „Ich danke, auch im Namen der Kreisgremien, den engagierten Mitstreitern des Vereins Kultur und Heimatgeschichte in Hammersbach, die mit diesem Projekt Vergangenheit lebendig gestalten“, sagte Thorsten Stolz.

 

Pressemeldung des Main-Kinzig-Kreises vom 15.3.2018


QR-Codes: Vereinbarung unterzeichnet

Michael Göllner und Hartmut Schneider bei der Unterzeichnung
Michael Göllner und Hartmut Schneider bei der Unterzeichnung

Die Grenze, die einst das römische Reich und Germanien voneinander trennten lief mitten durch die heutige Gemeinde Hammersbach. In Marköbel stand ein Kastell, das so groß wie die Saalburg war.

Noch heute kann man den römischen Militärstützpunkt im Straßenverlauf der Hauptstraße nachvollziehen.

Hammersbach kann auf eine über 2000-jährige Siedlungsgeschichte zurückblicken.

Um diese historischen Wurzeln zu kennen, zu begreifen und kenntlich zu machen, wollen die Gemeinde Hammersbach und der Verein für Kultur und Heimatgeschichte zukünftig noch stärker zusammenrücken.
Aus diesem Grund wurde jetzt eine Vereinbarung abgeschlossen, die die dauerhafte Pflege und Unterhaltung der historischen Beschilderung mit den neuen QR-Codes umfasst.
Bürgermeister Michael Göllner und Vorsitzender Hartmut Schneider freuen sich, dass die Zusammenarbeit nun

eine neue Stufe erreicht.

Hintergrund ist ein Auftrag der Gemeindevertretung, die seit etwa 15 Jahren bestehende Beschilderung der Historischen Stätten – einst durch die Arbeitsgruppen der Lokalen Agenda 21 angeregt – mit QR-Codes zu versehen um weitere Informationen über Smartphones abrufen zu können.

„Ich beobachte sehr häufig, dass unsere Schilder interessiert gelesen werden, durch die QR –Codes gibt es weiter Möglichkeiten die wir nutzen wollen, so Bürgermeister Göllner. Hartmut Schneider ergänzt: „Für uns ist Vieles vorstellbar. So könnten neben den Textinformationen beispielsweise kleine Film- oder Audioaufnahmen produziert und eingestellt werden.“

Ein großes Dankeschön geht an dieser Stelle auch an Landrat Thorsten Stolz, der es ermöglicht hat, das die Stiftung der Sparkasse Hanau dieses Projekt großzügig unterstützt.


Kräppelkaffee im Martin-Luther-Haus

Am Samstagnachmittag vor dem Fastnachtswochenende lädt der Verein für Kultur und Heimatgeschichte zum Kräppelkaffee. Mundartbeiträge aus den Hammersbach Ortsteilen haben hier ihren Platz. In diesem Jahr hat Hartmut Schneider über das "Loch o un fiehr sich" philosophiert und Bezüge zur Politik im Kleinen wie im Großen hergestellt. Die "Hauptsache" waren natürlich Kaffee und Marköbeler Fastnachts-Kräppel. Und das Gespräch auf alt- und neuhessisch. Die Renovierung des Historischen Rathauses machte einen Ortswechsel nötig. Vom Martin-Luther-Haus konnte der Stand der Arbeiten immerhin in Augenschein genommen werden. 


Neu auf unserer "Heimatseite"

 

OrtsAnsichten - Fotoausstellung von Horst Stenner zum 1175-jährigen Jubiläum des Hammersbacher Ortsteils Marköbel im Jahr 2014.


"Mit den OrtsAnsichten zeigt Stenner seine 'Ansicht' vom Ort, seine Meinung, und man merkt, dass ihm Marköbel sehr ans Herz gewachsen ist." schreibt Alexandra Hellbrück im Hanauer Anzeiger.

 

Gehen Sie hier an den Fotos entlang durch die Jubiläums-Ausstellung


 

Limespalisaden gefunden: Grabungsbericht "In den Gräben" von Bernhard Schroth 2002

 

Mit der Neuanlage eines Baugebietes in Marköbel kam es in den Jahren 2002 und 2003 zu Grabungen. Der archäologische Befund gleicht einer kleinen Sensation. Im dauerhaft feuchten Untergrund haben sich die Stümpfe einzelner Palisaden im Boden erhalten, die zum römischen Limes gehörten.

 

Lesen Sie hier den Grabungsbericht, der uns freundlicherweise von Bernhard Schroth und mit Erlaubnis des Vereins "Wissenschaftliche Baugrund-Archäologie e.V." zur Verfügung gestellt wurde.



Gute Wege und Erfahrungen im neuen Jahr